Freiheit heißt Verantwortung

„Wenn ein dänischer Chef sagt: So wird es gemacht! dann fragt immer irgendeiner: Warum? Was wollen wir erreichen? Ich schätze diese Lockerheit und Freiheit, die dazu führt, dass sie sich trauen nachzufragen. Nur so kann man zusammen noch besser werden“
(Lars Kjeldgaard, Geschäftsführer MOE Ingenieursbüro, Århus, Dänemark)

Menschen, die sich die Freiheit nehmen, ihr Leben selbst zu gestalten, treten in Dialog mit ihrer Umgebung, kreieren neu, fragen nach, sind lästig. Und denken und handeln maximal motiviert und verantwortungsbewusst. Wer sich seiner Freiheit bewusst ist, weiß, dass er die Verantwortung für das Ergebnis trägt. Und wer sein Leben selbst in die Hand nimmt, weiß auch wofür. Persönliche Freiheit führt zu sinn- und verantwortungsvollem Handeln.

„Einige Studien haben ergeben, dass Schweden das individualistischste Land der Welt ist. Aber dann rede ich von gesundem Individualismus. In einer Gesellschaft mit einem hohen Vertrauens- und Solidaritätsniveau hat jeder eine reale Möglichkeit, das Leben zu leben, das er gerne möchte. Und ich glaube, aus der Glücksperspektive ist das eine sehr gute Kombination.“
(Bengt Brylde, Professor für praktische Philosophie an der Universität West in Trollhättan und an der Universität von Göteborg, Schweden)

Frei zu handeln ist nicht egoistisch. Ein hohes Maß an Verbundenheit und Individualität ist hierbei kein Widerspruch, sondern die Grundlage dafür, dass der Mensch sein Potenzial maximal entwickelt. Wir sind immer frei und gebunden zugleich.

Das Publikum wird angeregt über die eigene Sinngebung nachzudenken, das Maß der eigenen Gestaltungsfreiheit innerhalb der gegebenen Grenzen zu finden. Es wird mit der Tatsache konfrontiert, dass jeder für sein eigenes Leben verantwortlich ist. Die Frage ist nur: Wie hoch ist der Preis, den ich bereit bin, dafür zu zahlen.