Apropos Glück

Damit wir über dasselbe reden:

  • 1. Glück ist eine Lebenseinstellung, keine Emotion.

    Auf einer Skala von 0 für sehr unglücklich bis 10 für überglücklich, wo würden Sie sich selbst sehen?

    Vorsicht! Manch einer denkt, dass die Glücksforschung sich nur mit dem Überglück, dem zeitlichen Hochgefühl beschäftigt. Doch es geht nicht um die 10er in Ihrem Leben. Eine 8 oder 9 reicht vollkommen aus für ein gutes Leben. „Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen Glücksgefühlen – zufällig, intensiv und vergänglich – und einer Glückstimmung. Diese Grundstimmung ist eine dauerhafte, der Persönlichkeit zugehörige Eigenschaft des “sich im Geiste und Herzen Gutfühlens”, so Professor Robert Cummins von der Deakin University in Melbourne. Er hat an zahlreichen internationalen Indikatoren zur Bestimmung der Lebensqualität mitgewirkt. Wie erlange ich auf Dauer dieses tiefe, erfüllte Empfinden, ein gutes Leben zu haben?

    Das ist die Frage, auf die Sie von mir eine Antwort erhalten.

  • 2. Glückliche Menschen können auch gelegentlich unglücklich sein.

    Und das ist völlig legitim. Solang es nicht zu lange dauert und andere nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. “Du musst dich nicht immer zwingen, glücklich zu sein. Aber du musst dich daran erinnern glücklich zu sein”, so Mathew Macartney, preisgekrönter Sternekoch aus dem Yarra-Tal in Australien.

  • 3. Glück ist nicht nur eine individuelle Angelegenheit.

    Ihre Stimmung hat Einfluss auf andere Menschen. Und andere Menschen haben Einfluss auf Sie. So ist die Umgebung, in der Sie sich befinden, immer für Ihr Wohlbefinden verantwortlich. Sie aber auch für das Ihrer Umgebung. Die einzige Person, die immer etwas ändern kann, sind Sie selbst, als kleinste Einheit der Gemeinschaft. In glücklichen Gesellschaften sind sich die Menschen dieser Verantwortung bewusst. So wie Maria-Teresa, pensionierte Lehrerin aus Mexiko Stadt: “Das Wichtigste in meinem Leben bin ich, denn wenn es mir gut geht, geht es auch den Menschen um mich herum gut”.