Da sind sie dann, die großen Regierungschefs der Welt und treffen sich zum G20 Gipfel in Australien. Ausgerechnet!

Dem Land, in dem auf Pipapo und großes Kino kein Wert gelegt wird. In dem Land, in dem Frau Merkel mit Angela und Herr Putin mit „Hey Wladimir! How you doing?“ angesprochen werden. In einem Land, in dem zählt, wie du dich benimmst, was du für andere tust, ob du ganz einfach ein netter Kumpel bist. In einem Land, in dem Hierarchie ein Fremdwort ist und jeder gleich viel zählt.

Egal, ob ein Mensch mit 20 Staatskarossen vorfährt, wie Wladimir oder aber mit fünf wie Angela. Die Australier werden zu diesem Schaulauf höchstens lässig die Augenbrauen hochziehen und lächelnd den Kopf schütteln. Und das ist unter andrem der Grund, weshalb Australien eines der glücklichsten Länder der Welt ist: Sie nehmen sich selbst und das Leben einfach nicht so ernst.

So stolz ich auch darauf bin, dass Angela nur mit fünf Wagen vorgefahren ist und der Rest der Delegation den Bus genommen hat. Warum hast du nicht auch den Bus genommen, Angi? Das wäre billiger, umweltschonender und würde dich in Kontakt bringen mit den Bewohnern des “lucky country” (Gücksland), wie die Australier ihr Land liebevoll nennen. Es wäre ein Zeichen der Humanität gewesen und ein schöner Gegensatz zu dem ewigen Thema „wirtschaftliches Wachstum.“ (Mal abgesehen davon, dass ich mich frage, wohin wir noch wachsen wollen.)

Hm – wieso Wladimir wohl Hals über Kopf abgereist ist? Vielleicht waren es die völlig unehrerbietigen Australier? Immerhin landet dieser lucky Kontinent im World Database of Happiness auf Platz 8.

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